Soziale Medien & Soziale Netzwerke

Was sind soziale Medien?
Soziale Medien sind einzelne Elemente oder Dienste, die in Webseiten integriert werden und den Nutzer/innen ermöglichen, sich auszutauschen und zu interagieren. So gehören soziale Netzwerke wie Facebook zu den sozialen Medien, aber auch Plattformen wie YouTube, mit dessen Möglichkeiten zu kommentieren und teilen. Blogs, Internetforen, interaktive Apps, Wikipedia - also alle Dienste, die eine Art von Interaktion zwischen Nutzer/innen anbietet zählen zu den sozialen Medien.
 
Was sind soziale Netzwerke?
Soziale Netzwerke sind Online-Dienste, die es Personen ermöglichen, sich auszutauschen und miteinander in Kontakt zu treten. Diese Plattformen bieten den einzelnen Teilnehmer/innen die Möglichkeit, ein eigenes Profil zu erstellen und Informationen über die eigene Person zu veröffentlichen. Dies können selbsterstellte Texte, Bilder oder Videos sein. Andere können auf diese Inhalte reagieren, diese kommentieren oder auch über das eigene Profil teilen. Der gesamte Inhalt diese Netzwerke wird durch die Nutzer/innen selbst generiert. Bekannte soziale Netzwerke sind zum Beispiel Facebook, Instagram oder LinkedIn.
Soziale Netzwerke stehen immer wieder in der Kritik. Einerseits weil sie eine Menge an persönlichen Daten sammeln und die Gefahr eines Datenmissbrauchs besteht. Anderseits wird vor allem Facebook vorgeworfen, zu wenig gegen Hassbotschaften, Rassismus und politische Manipulationen zu unternehmen.
 
Was sind die beliebtesten sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen?
Das beliebteste soziale Medium bei Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor WhatsApp. 85% der 11- bis 17-Jährigen nutzen diesen kostenlosen Dienst um Nachrichten, Bilder und Videos an Freunde und Familie zu verschicken. YouTube wird von 81% der Heranwachsenden genutzt und ist somit zum wichtigsten Informations- und Unterhaltungsportal geworden. YouTube ersetzt bei vielen Jugendlichen die klassische Suchmaschine. Erst danach folgen Instagram (63%) - ein soziales Netzwerk basierend auf Bildern - und Snapchat (59%) - eine Art Foto-Messenger für schnelle Schnappschüsse, in der die Kommunikation mit Freunden belohnt wird.
 
Warum sind soziale Medien so beliebt bei den Kindern und Jugendlichen?
Die von uns genutzten Medienangebote decken Bedürfnisse ab, die wir Menschen in Bezug auf Selbstverwirklichung, Wertschätzung, Beziehung sowie Geborgenheit und Sicherheit haben. Durch Likes und Kommentare erhalten wir Wertschätzung und über Messenger-Nachrichten pflegen und festigen wir Freundschaft. Im Internet können wir unsere Interessen und Leidenschaften verfolgen und dadurch wachsen. Auch im Netz suchen wir Gleichgesinnte, damit wir uns geborgen und sicher fühlen. Die sozialen Medien ersetzen andere „traditionelle“ Arten der Bedürfnisbefriedigung nicht, sie bieten jedoch einen erweiterten Handlungsraum an.
 
Worauf kann ich als Elternteil achten?
Kinder möchten Apps und Medien haben, die auch ihre Freunde nutzen. Soziale Medien werden in bestimmten Altersphasen besonders interessant. Verbote sind meistes wenig sinnvoll, da die Kinder immer einen Weg finden diese zu umgehen.
Eltern können den Einstieg in die sozialen Netzwerke begleiten:
  • Informieren Sie sich über das soziale Netzwerk, das ihr Kind nutzen möchte. Wer sind die Nutzer/innen? Gibt es Altersbeschränkungen für den Zugang? Welches sind mögliche Gefahren?
  • Begründen Sie ihre Entscheidung. Darf sich das Kind im sozialen Netzwerk anmelden oder nicht? Begründung der Entscheidung.
  • Melden Sie sich gemeinsam an und entdecken Sie mit ihrem Kind die Funktionen des Netzwerkes. So wissen Sie besser Bescheid und können das Nutzungsverhalten ihres Kindes besser einschätzen und im Gespräch bleiben.
  • Privatsphäre-Einstellungen überprüfen. Gehen Sie gemeinsam mit ihrem Kind die Privatsphäre-Einstellungen durch. Achten Sie, dass ihr Kind nach Möglichkeit ein privates und kein öffentliches Profil anlegt und besprechen Sie mit ihrem Kind, warum das so wichtig ist.

Informationen zur Altersfreigabe bzw. Altersbeschränkung von sozialen Medien finden Sie hier.
 
Weitere Infos:
Infos zu sozialen Netzwerken auf klicksafe.
Borschüre: Kindgerechter Umgang mit sozialen Netzwerken auf schau-hin.


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Eine Initiative des Forum Prävention im Auftrag und Zusammenarbeit mit der Familienagentur und 14 Projektpartnern.


 
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